Holstein Kiels Trainer Tim Walter sorgte kürzlich für Schlagzeilen mit einer bizarren Pressekonferenz, die viele als geniale Ablenkungstaktik vor dem wichtigen Spiel gegen Fortuna Düsseldorf interpretierten. Der umstrittene Coach, der seit Februar wieder die Geschicke der Störche leitet, zeigte sich vor dem 29. Spieltag ungewohnt wortkarg und konfrontativ gegenüber den anwesenden Journalisten.
Walter, bekannt für seine polarisierende Art, beantwortete Fragen nur sehr kurz oder verwies auf sein medizinisches Personal, als es um den Status eines verletzten Spielers ging. Er kritisierte Reporter für ihre Fragen und bot einem sogar einen Jobtausch an, was die Spannungen weiter erhöhte und eine Welle von negativen Schlagzeilen auslöste.
Die mediale Aufmerksamkeit, die sich auf Walter persönlich konzentrierte, schien jedoch nicht die Leistung seiner Mannschaft zu beeinträchtigen. Im Gegenteil: Am folgenden Freitagabend gewann Holstein Kiel das Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit 2:1, was die Spekulationen über Walters taktisches Genie weiter anheizte.
Online wurde schnell gemutmaßt, dass die kontroverse Pressekonferenz eine bewusste Strategie gewesen sein könnte, um den Druck von seinen Spielern zu nehmen und die kritische Berichterstattung auf sich selbst zu lenken. Diese 'Nebelkerze' hätte dem Team ermöglicht, sich ungestört auf das Spiel zu konzentrieren und den Fokus auf den Sieg zu legen.
In Bezug auf die Schlagzeilen war Walters Vorgehen definitiv erfolgreich. Bei der darauffolgenden Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen mit Kaiserslautern zeigte sich Tim Walter dann von einer völlig anderen, deutlich zugänglicheren Seite, was die Theorie der gezielten Ablenkung weiter untermauerte und die Diskussion um den Trainer von Holstein Kiel neu entfachte.
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